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Die Zwei sind überall. Und dokumentieren, wo immer sie auftauchen,
die Phantasielosigkeit Ihrer Verfasser. Zum einen die Lust:
In unbefangenen Freudianismen kitzeln uns die unreflektierenden Werbetexter
an einer Stelle, die sie direkt am Stammhirn vermuten (wo sich ja bekanntlich
auch die Geldbörse aufhält). Versprechen Befriedigung unserer
urigsten Instinkte. Und wirken, was lustig ist, leider doch hilflos dabei,
wenn Sie "Lust auf Ostseeferienwohnungen" versprechen, oder
"Lust auf Hameln". Mal wieder so richtig Hameln, das wäre
doch mal was.
zum anderen das Versprechen von mehr.
Mehr von irgendwas. Irgendwie mehr. "Tja, hm", mag sich da der
Textchef gedacht haben, "die Liste ist irgendwie noch zu kurz. Wir
haben doch dieses je-ne-sais-pas-quoi, das muss noch mit rein. Daß
keiner denkt, wir wären schon am Ende." So hagelt es Versprechungen,
die doch an hilfloses Werben eines häßlichen Verehrers erinnern:
"Ganz bestimmt ist da noch mehr, es fällt mir nur gerade nicht
ein." Und schließlich musste der Text ja vor Feierabend fertig
werden.
Der Abneigung gegen diese zwei kreuzdummen Werbephrasen ist durchs Sammeln
glücklicherweise beizukommen. Nun grämt man sich nicht mehr,
schon wieder so einen Hohlsatz zu sehen. Man nimmt ihn einfach mit und
klebt ihn in sein Album.
Schwupps wird das Ärgernis zur Trophäe, man hat wieder Lust
auf Lust und will einfach mehr mehr.
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gesammelt von
max wolf
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